Universelle Rebsorte mit mittellater Reifezeit. Eine der besten weißen Hybridsorten, die auch als „direkttragender Hybrid“ bezeichnet wird, da sie nur geringe Ansprüche an die Anbautechnik stellt. In Russland wurde sie in den 1960er Jahren als Elternkomponente für interspezifische Kreuzungen verwendet. Ihre Nachkommen sind bis heute erfolgreiche Tafel- und Universalsorten, die in den 1970er Jahren das Sortenspektrum in Russland bereicherten. Genetische Formel: 56,19% Vitis vinifera + 3,13% Vitis labrusca + 29,16% Vitis rupestris + 6,25% Vitis berlandieri + 5,28% Vitis lincecumii
Elternsorten: interspezifische Kreuzung Seibel 6468 × Seibel 6905 Blüte: zwittrig Vegetationsdauer: mittellate Triebe: starkwüchsig Trauben: mittelgroß, Gewicht ca. 200 g, zylindrisch-kegelförmig, mitteldicht Beeren: oval, mittelgroß, Gewicht 3–4 g, Fruchtfleisch leicht fleischig, Schale fest Beerenfarbe: gelbgrün Geschmack: sortentypisch Zuckergehalt: hoch Ertrag: hoch Frostbeständigkeit: −25 °C Widerstandsfähigkeit gegen Pilzkrankheiten nach internationaler Klassifikation:
Peronospora 7–9 Punkte
Oidium 7–9 Punkte
Botrytis 7–9 Punkte
Phylloxera 9
Die Triebe reifen gut. Sie gedeiht am besten auf leichten, kalkreichen Böden. Sie bringt einen der besten Weißweine hervor, der an Chardonnay erinnert. Die Rebsorte wurde einst in ganz Frankreich, in den nördlichen Weinbaugebieten der USA und in Kanada angebaut. Heute ist ihr Bestand wahrscheinlich rückläufig, da sie von neueren, universell angebauten Sorten dieser Art verdrängt wurde.